Vorwort

An meine lieben Roldislebener!

Diese Zusammenstellung der Ortsgeschichte des Dorfes Roldisleben, sowie seiner einstmaligen Filialen Rockstet und Rödichen, soll nur eine kurze Abhandlung sein. Ich weiß, dass sie auf Vollständigkeit keinen Anspruch erheben kann und soll. In kurzen Überblicken möchte ich Euch in der Gesichte Eures Dorfes ein Schriftchen bieten, in das Ihr such einlesen möget und damit die Liebe zur Heimatscholle wachsen kann. Aus dem Dorfe ist einst die Entwicklung über ganz Deutschland gegangen, aus dem Dorfe ist die Stadt und die Großstadt entstanden, aus dem Dorfe ist immer wieder die seelische, körperliche und wirtschaftliche Wiederbelebung mit neuen Anfängen entsprungen und hat den Bestand des deutschen Volksganzen gewährleistet. Das Dorf ist heute wieder das große Merkmal in unserem Umbruch. Die gesundesten Kräfte haben sich aus den Dörfern unserer Heimat entwickelnd dem Volksganzen geschenkt.

So sei es mein herzlichster Wunsch, dass diese Schrift auch dazu beitragen möge, Eurer völkischen, nationalen und gemeinschaftlichen Pflichten einen Beitrag geleistet zu haben.
Es schenke der ewige Herrgott Euch, lieben Roldislebener, Kraft, Freude, Friede, Bestand und Einigkeit für Eure weitere Zukunft!

Euerer
Pfarrer Bursy.

Roldisleben, den 11. November 1934

Nachwort

Diese Schrift ist vom Unterzeichneten am 29. Juni 1942 wiederum abgeschrieben worden. Seitdem sind Jahre dahingegangen. Pfarrer Bursy ist seit dem 1. 4.1939 nicht mehr Pfarrer von Roldisleben. Die zu Ostern 1931 neu beschaffte zweite größere Kirchenglocke ist im Mai 1942 abgeliefert worden. Diese dazwischen liegenden 8 Jahre haben wesentliche Änderungen hervorgerufen, die jedoch nicht in die Schrift aufgenommen werden können. Mithin muß sie als aus der Zeit geschrieben betrachtet werden.
Gottes Segen ruhe auch fernerhin über Dorf und Einwohner.

Pfarrer Bursy.

Rastenberg, den 29. Juni 1942