RASTENBERG natürlich


Wir denken weiter und säen für die Zukunft.
Unser Bündnis für Vielfalt durch Wiesenpaten­schaften.

Informationen zum Projekt

 Mit dem Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ möchte die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, neue Projekte zur Förderung von Stadtnatur und Insekten zu entwickeln und umzusetzen.

Zu diesem Zweck wurden bundesweit Städte, Gemeinden und Landkreise dazu eingeladen, Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung von Stadtnatur einzureichen. Besonders zur Teilnahme ermutigt wurden Kommunen, die bislang noch keine oder nur sehr wenige Projekte zum Wettbewerbsthema initiiert haben. Einsendeschluss war der 30. Juni 2020. Von einer Fachjury wurden die 40 besten Projektideen ausgewählt.

Die erfolgreichen Kommunen erhalten aus Mitteln des Bundesumweltministeriums jeweils 25.000 Euro Preisgeld für die Umsetzung ihrer Zukunftsprojekte. Durchgeführt wird der Wettbewerb vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“.

Mehr zum Wettbewerb und zu den ausgezeichneten Projektideen unter: www.wettbewerb-naturstadt.de Der Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Das Projekt

Startschuss zum Projekt „NATURSTADT“ erfolgt

Entbuschung der Fläche im Mühltal

Im Mühltal laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Durch ein beauftragtes Unternehmen wurde auf der gesamten Fläche die Verbuschung bis zum alten Mühlgraben beseitigt.

Umsetzung

Die Vorbereitung und Umsetzung der Projektflächen in der Stadt Rastenberg ist angelaufen. Ziel ist die Realisierung des Vorhabens bis Ende 2022. 

Im Fokus stehen hierbei eine zukunftsorientierte Entwicklung von arten- und strukturreichen Wildblumen-Kräuterwiesen sowie ein Reptilien-Biotop. Zu Beginn werden die ausgewählten Flächen mit den dafür zur Verfügung stehenden Mitteln hergerichtet. Die anfallenden Arbeiten werden in diesem Bauabschnitt durch die Mitarbeiter unseres Bauhofes und durch eine Vergabe an Fremdfirmen realisiert. 

Mit der Umsetzung der Kernidee „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ wird angestrebt, die Menschen dafür zu sensibilisieren, dass gepflegte Gärten und Grünflächen nicht immer wertvolle Lebensräume für die heimische Flora und Fauna sind. 

Hierzu wird eine weitläufige Vernetzung öffentlicher und privater Flächen über Wiesenpatenschaften das Ziel sein. 

Dabei werden auch öffentliche Kleingrünflächen durch das Einbringen von gebietsheimischem Saatgut in ökologisch wertvollere Flächen umgestaltet. Hierfür ist auch eine Übernahme von Wiesenpatenschaften angedacht. Privatpersonen, Gewerbebetriebe und Einrichtungen sollen angeregt werden, ihre Gärten bzw. Freiflächen naturnaher zu gestalten. 

Nach der Realisierung der Naturwiesen folgt die Einrichtung von Erlebnisstationen mit den entsprechenden Infotafeln. 

Um einen nachhaltigen Erfolg der Maßnahmen sicherzustellen, möchten wir die Bürgerinnen und Bürger mittels Informationsveranstaltungen, Seminaren und Projekten sowie durch Wiesenpatenschaften einbeziehen. 

Eine rege Teilnahme ist die Voraussetzung für einen größtmöglichen Gewinn für uns und die Natur. Sie können sich gern mit einbringen. Weitere Informationen erhalten Sie hier über die Internetseite und durch Infomaterial im Bürgerbüro der Stadt Rastenberg. Sie können jederzeit unter naturstadt@rastenberg.de oder per Telefon: 036377 8090 einen Termin für ein Beratungstreffen zu Ihrem ganz persönlichen NATUR-Projekt vereinbaren, sowie Vorschläge für Wiesenpatenschaften unterbreiten. 

Projektflächen

„Kirchallee“

Monitoring auf Projektfläche

Auf der Projektfläche in direkter Nachbarschaft des Wohnblockes wird eine Blühwiese entstehen.

Solche Flächen sind besonders naturnah und bieten den Insekten einen optimalen Lebensraum. Naturwiesen kommen der Fauna ebenfalls zugute, der Erhalt und die Vielfalt von einheimischen Pflanzen wird dabei nachhaltig unterstützt.

Auf dieser Fläche wird bis zum Herbst ein Monitoring durchgeführt. Es wird festgestellt, welche einheimischen Naturpflanzen schon vorhanden sind. Mit den gewonnenen Ergebnissen wird die Wiese danach entsprechend hergerichtet. Dabei kommen vorzugsweise regionale Pflanzen zum Einsatz.

„Alter Bahnhof“

Standort Reptilienburg

Auf der Ausgewählten Projektfläche am alten Bahnhof wird ein Insekten- und Reptilienbiotop entstehen.

Die ersten Gespräche zur Vorbereitung dieses Teilprojektes sind bereits erfolgt. Im Laufe des Jahres wird hier mit der eigentlichen Umsetzung begonnen.

„Mühltal“

Fläche im Mühltal

Dieses Areal ist die größte zusammenhängende Fläche des Projektes.

Durch die besonderen Gegebenheiten an diesem Standort wird hier eine so genannte „Fettwiese“ entstehen. Auf dem nährstoffreichen Boden werden vor allem schnell wachsende Gräser und Blumen gedeihen und es wird ein besonderes Ökosystem entstehen. 

Die Fettwiese, wie auch die anderen Projektflächen, müssen zwei- bis dreimal jährlich gemäht werden. Alternativ können diese Wiesen allerdings auch als Weideland genutzt werden, was wiederum den gleichzeitigen Vorteil einer natürlichen Düngung hat. Der so eingebrachte Dung sorgt dafür, dass dem Boden die erforderlichen Nährstoffe zurückgeführt werden.

Preisverleihung am 25.11.2020

Rastenberg als eine von 40 Städten, Gemeinden und Landkreisen ausgezeichnet im Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“.

Nachfolgende Videos: Grusswort der Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Laudatio Robert Spreter, Erklärfilm Naturstadt und Vorstellung der Stadt Rastenberg