Rastenbenberg

Steinkreuze

Die drei Steinkreuze stehen an der ehemaligen direkten Verbindung zwischen Rastenberg und Tauhardt, der alten Tauhardter Straße. Vermutlich sind es spätmittelalterliche Sühnekreuze. Die Deutung als germanische Kultstätte stammt aus den 1930er Jahren.

Das linke Kreuz ist niedrig, malteserkreuzförmig und wohl um 1500 entstanden. Auffällig ist das eingeritzte Beil. Es wurde jedoch erst um 1919/20 nachgearbeitet und dabei stark verändert, passend zur Sage. Ursprünglich war dort wohl eine Pflugschar dargestellt.

Das mittlere Kreuz ist das älteste und stammt wohl aus der Zeit um 1400. Erhalten ist nur noch der Längsbalken, die Arme fehlen schon seit sehr langer Zeit. Am unteren Teil des Schaftes ist eine vor einem Pult kniende Frau zu erkennen; die Ritzzeichnung ist stark verwittert.

Das rechte Kreuz ist eine Nachbildung von 1938. Es ersetzt ein Steinkreuz, das um 1910/15 verschwunden war. Dieses soll ein stark verwittertes Radkreuz aus dunklem Gestein gewesen sein, ähnlich dem linken Kreuz. Als der Rastenberger H. Kniesche die Kreuze 1919 wieder aufrichtete, fand er nur noch zwei vor.

Quelle: Frank Störzner, Steinkreuze in Thüringen, Katalog Bezirk Erfurt (1984), Nr. 242–244

Im Volksmund kursieren mehrere Sagen um die Kreuze.

Nach einer Sage soll hier ein Fleischergeselle zwei Saubacher Mädchen, die von der Hardislebener Kirmes auf dem Heimweg waren, wegen ihres Schmuckes mit einer Axt erschlagen und beraubt haben.

Einer anderen Sage zufolge hat hier ein eifersüchtiger Fleischer eine Mutter und deren Tochter erschlagen, weil ihn das Mädchen abgewiesen hatte.

Raspedia

Eine kleine Enzyklopädie zur Stadt Rastenberg, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Der Name Raspedia setzt sich aus "Rastenberg" und „Encyclopedia“ (englisch Enzyklopädie) zusammen.

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